DIECI… underground

Was haben Städte wie Brescia, Warschau und Mailand gemeinsam? Einen alten Film zitierend würde man sagen: „…den Verkehr!“

Und das wäre noch nicht einmal so falsch: Tatsächlich haben die größten europäischen Städte zur Behebung der immer größeren, an die Verkehrsbelastung gebundenen Probleme und der durch diese bedingte Umweltverschmutzung ein unterirdisches, öffentliches Transportsystem gebaut: die U-Bahn. Die erste war die in London, “The Tube” oder “Underground” wie sie bis heute genannt wird: Nach einigen Anfangsproblemen (die ersten Züge waren Dampflokomotiven…) ist sie heute die größte Europas. Das zweitgrößte U-Bahnnetz hat Budapest in Ungarn, das auch als erste Linie vollkommen elektrifiziert wurde. Die erste echte U-Bahn gab es in Rom. Sie wurde 1955 eingeweiht. Ihr folgte 1964 die in Mailand, die zusammen mit der 2013 in Brescia eingeweihten die Lombardei zu einer der wenigen Regionen weltweit macht, die zwei U-Bahnnetze haben. Die U-Bahn in Warschau (Metro Warszawskie) wurde wie die in Mailand in den ersten Jahren des Jahrhunderts entwickelt, konnte jedoch erst Ende des zweiten Weltkriegs fertiggestellt werden: Diese 1995 eingeweihte, äußerst moderne U-Bahn durchquert die Stadt in nur 30 Minuten und befördert jährlich circa 590.000 Reisende. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sieben italienische Städte eine U-Bahn (Catania, Mailand, Neapel, Rom, Turin, Genua und Brescia). Weitere 60 U-Bahnnetze gibt es im restlichen Europa (Russland und die Türkei ausgenommen), während andere Städte einen Personentransport haben, der sich immer mehr in Richtung U-Bahn entwickelt.

Die U-Bahn ist ein “lebendiges”, in kontinuierlichem Wachstum begriffenes System, das sich der Stadt anpasst und sich proportional zu den Mobilitätsansprüchen deren Einwohner vergrößert. Auf diese Weise (auch dank der in diesen Jahren zur Verfügung gestellten Gemeinschaftsmittel) konnten die U-Bahnen in Mailand und Warschau durch neue Linien ergänzt, oder (wie im Fall von Brescia) ein völlig neues und in das städtische Transportsystem eingegliederte U-Bahnnetz gebaut werden.

Wie bereits in vergleichbaren Situationen in Europa so wurden auch in diesen Städten verschiedene Maschinen von DIECI verwendet und zwar nicht nur für die Fertigstellung der Tunnel, sondern allem voran im Bereich der Zubehörarbeiten, die letztlich den größten Arbeitsaufwand mit sich bringen: Schächte, Straßenbau, Lager, eine immense Baustelle, in der alles schwer ist und fast immer vertikal bewegt wird. Die Grabung von Tunneln wird Tunnelbohrmaschinen (genannt TBM Tunnel Boring Machine) übertragen. So ist es kein Zufall, dass man auf den Abbildungen häufig einen Pegasus neben diesen stehen sieht. Der Grund hierfür ist, dass die Tunnelbohrmaschine kontinuierliche Unterstützung benötigt. Dies gilt sowohl für die Startphase (Vorbereitung des Untergrunds, Auflage, Umstellungen, Austausch von Teilen wie Fräsen usw.) als auch für die Vorschubphase (hydraulische und elektrische Leitungen, die umgelegt oder angeschlossen werden müssen, Hydraulikpumpen, Materialversorgung usw.). Nachdem der Tunnel gegraben wurde, werden die Endbearbeitungen nahezu ausschließlich vom “Mann im Korb” ausgeführt. Verschiedene Pegasus wurden bei dieser Tätigkeit aufgenommen, die zur Konsolidierung und Ausrüstung der Wände dient und die Installation von Strom-, Fließwasser- und Lichtleitungen sowie Kommunikationsnetzen und allem, was man zum Arbeiten unter der Erde benötigt, vorsieht.

Der Tunnelanfang erfordert tiefe Grabungen, die nach ihrer Fertigstellung als U-Bahnstationen fungieren: In Ermangelung einer Zugangsrampe müssen alle Materialien und Maschinen bis zum Boden der Station herabgelassen werden, um von hier aus dann im Verlauf der Arbeiten auf die verschiedenen “Ebenen” angehoben zu werden.

Da die Stationen oftmals eine Tiefe von 20 Metern erreichen, ist der Pegasus mit der allseits abrufbaren Kraft und Länge seines Auslegers auf vielen Fotos zu sehen.

Unabdinglich wird auch die Oberfläche in die Arbeitsausführung einbezogen: Ganze Bereiche der Strom-, Wasser-, Gasverteilungsnetze, der Ampelanlagen, Straßenbahnnetze oder städtische Straßenabschnitte müssen unterbrochen werden (für einen möglichst kurzen Zeitraum), um bestehende Verläufe zu ändern und neue zu errichten, Steuergeräte zu installieren oder Infrastrukturen zu bauen.

Da all dies mitten in der Stadt geschieht, gilt es außerdem die Stabilität und extreme Nähe der anliegenden Bauwerke zu berücksichtigen. Eine schwierige Aufgabe, bei der wieder einmal die Pegasus (und andere Maschinen des Bauangebots) häufig auf Arbeitsfotos auftauchen und sich als unverzichtbares Instrument erweisen, wenn es um schnelles und gutes Arbeiten geht. Die beschriebenen stellen nur drei der zahllosen, möglichen Beispiele dar: Weltweit gibt es 214 U-Bahnnetze, 791 Linien und 11.924 Stationen.

Wir würden es auf eine Wette ankommen lassen, dass bei den meisten dieser Bauarbeiten mindestens eine Maschine von Dieci die Muskelkraft ihres Auslegers hat spielen lassen!