Der pegasus des skizirkus

Strahlender Sonnenschein, der sich im Schnee reflektiert, die Jungfrau- und Eigerwände scheinen direkt von oben aus einem kobaltblauen Himmel zu fließen, der im Beisein Tausender von Augen einer auf den Tribünen und an den Pistenrändern des Lauberhorn verteilten lautstarken, bunten Menschenmenge, die dieses Event mit Spannung verfolgt, durch den Schweif der „Patrouille de Suisse“ gezweiteilt wird. Ein Event, das seit 1930 jährlich in Wengen, in der Schweiz, zur Gelegenheit der Eröffnung des „Lauberhornrennens“ einem der ruhmreichsten Rennen der Skiweltmeisterschaft, ausgetragen wird. Die Vorbereitungen der Rennen an den Lauberhornhängen dauern das ganze Jahr, damit dann an den drei Renntagen (vom 18. bis 20. Januar 2019) alles fertig, geprüft und rundum funktionstüchtig ist. Den immensen, zur Vorbereitung der Rennen erforderliche Arbeitsaufwand kann man sich nur im Entferntesten vorstellen: Insgesamt arbeiten circa 500 Freiwillige ab September an der Vorbereitung des Events. Einige Aspekte müssen jedoch Fachleuten mit bescheinigter Erfahrung anvertraut werden. Hierzu zählt auch die VIP-Tribüne, die dieses Jahr von der Nüssli Group aufgebaut wird, einem auf den Aufbau vorübergehender Strukturen für große internationale Events spezialisierten Unternehmen. Seit vergangenem September ist ein 22 Mann starkes Team von Nüssli mit dem Aufbau der VIP-Tribüne beschäftigt, einer beeindruckenden, 150 Tonnen schweren Struktur, die 570 Personen Platz bietet.

Sie befindet sich seitlich der Piste, direkt neben der Ankunftsstation der Zahnradbahn: eine Position, die in Kombination mit der Geländeneigung, dem geringen Platz, den Temperaturschwankungen und Witterungskapriolen den Monteuren das Leben schwer gemacht hat. Jedoch konnten sie auf die Unterstützung der Arbor AG, einem Dieci Vertriebshändler für die Schweiz, bauen, der dem Nüssli-Team einen Pegasus 40.25 geliefert hat, dank dem die Montage innerhalb der vorgesehenen Zeit fertig gestellt werden konnte. Die große Neigung des Geländes war für Pegasus kein Problem, da er über ein perfektes selbstnivellierendes System, ein Anpassungsprogramm an die Ladediagramme und ein Anti-Crash-System verfügt, die jedes, auf besondere Bodenzustände zurückzuführende Risiko ausschalten. Die Größe der Struktur und der geringe verfügbare Platz sind kein Problem: mit seinen 24 Metern maximaler Hubhöhe und seinem 360° Endlos-Schwenkbereich hatte unser Pegasus jeden Punkt des nach und nach Form annehmenden Baus erreicht und Lasten von bis zu 4.000 kg wo immer es notwendig war, mit höchster Genauigkeit (und Sorgfalt) abgesetzt. Auch die Wetterkapriolen und Temperaturschwankungen stellten kein Problem dar: Der 105 Kw FTP-Motor hat hervorragend reagiert und schaltete sich auch bei Tiefsttemperaturen von unter null Grad sofort ein. Dasselbe gilt für das LOAD SENSING System der Hydraulikanlage. Der Bediener kam in den Genuss der großen, komfortablen, vor dem in Höhenlagen wehenden Wind schützenden Kabine und der Klimatisierung kommen …