Agri Tech für das LAND DER SEEN

187.888, und das sind nur die größten … Das ist die Zahl der am häufigsten besuchten finnischen Seen, laut verschiedenen Quellen, die Finnland (großzügig abgerundet, man stelle sich das nur vor…) als das “Land der 1.000 Seen” bezeichnen. Von der bekannten Wochenzeitung Newsweek als „das beste Land der Welt“ beurteilt ist Finnland in der Tat eines der europäischen Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen, dem besten sozialen Status, dem besten Bildungssystem und der besten Lebensqualität. Und mit einer Bevölkerungsdichte von gerade einmal 16 Einwohnern pro Quadratkilometer und einer Bevölkerung von knapp 5,4 Millionen Menschen ist es das am wenigsten überbevölkerte Land.

Als reines Agrarland bis zum Ende der 40er Jahre erlebte Finnland nach dem Zweiten Weltkrieg eine echte industrielle Revolution, so dass die Landwirtschaft jetzt nur noch 2,9% zum BIP beiträgt. Dies ist auch auf rein geographische und klimatische Gründe zurückzuführen: neben den Seen sind 73% des Landes Waldgebiete und die landwirtschaftliche Produktion und die Viehzucht nehmen 7,4% des Territoriums ein. Auch das Klima ist ausschlaggebend: Wer kennt sie nicht, die hübschen Postkarten mit verschneiten Landschaften und Rentierherden … Das gilt jedoch nur für den hohen Norden, der Rest des Landes wird durch signifikante Temperaturänderungen bis hin zu -35 Grad in manchen Wintern gekennzeichnet (abhängig von den Launen der vorherrschenden Winde) und bis zu +35 Grad in einigen Sommern, mit erheblichen Schwankungen je nach Jahr. Für die Landwirtschaft auf jeden Fall kein einfaches Klima. Aber … es gibt einige Ausnahmen, und eine davon meldet uns der Dieci Händler in Finnland, Tomas Kjellman: Er ist in Härkmerivägen, in einer westlichen Region von Finnland mit dem Bottnischen Meerbusen, der Meerstraße, die diese von Schweden trennt. Mehr oder weniger „Trennen“, da Finnland für Jahrhunderte in schwedischem Besitz war, unterhält es enge Beziehungen zu den benachbarten skandinavischen Staaten und auch heute ist schwedisch noch die zweite Sprache von Finnland.

Wir sprechen von “Ab Euro Bull Oy”, einem großen Viehzuchtbetrieb von Mastbullen, die von Samuel Ingves verwaltet wird. In der Nähe von Härkmerivägen befindet sich nun der Bau eines neuen Stalls, in dem insgesamt mehr als 1.500 Stück untergebracht werden können, in seiner Endphase. Eine so große Anzahl von Tieren bedeutet natürlich auch eine große Aufgabe, sowohl in Bezug auf die Versorgung der Tiere, als auch auf die Reinigung der Ställe, viel Arbeit, wie uns Samuel in einem kurzen, aber sehr netten und humorvollen Gespräch wissen lässt. „Sicher, die Arbeit in einem Unternehmen wie meines ist hart, ich glaube nicht, dass ich übertreibe, wenn ich sage, dass ich für 1000 Stunden pro Jahr Rinder füttere und Gülle durch die Gegend fahre! Und nach der Fertigstellung des neuen Stalls wird natürlich die Arbeit entsprechend mehr. Deshalb habe ich zusammen mit meinen Mitarbeitern beschlossen, den dritten AGRI TECH anzuschaffen. Mit seiner kompakten Größe und hohen Agilität ist er für unser tägliches Arbeiten „in und außer“ der Spur perfekt. Mit seiner Leistung kann ich die gleiche Arbeit in der Hälfte der Zeit verrichten als sonst mit einem normalen Traktor. Man denke nur an die Menge an Futter, die zu transportieren ist … und hier ist Zeit einfach wichtig. Es gibt aber auch einen weiteren, sagen wir egoistischeren Aspekt: bei uns ist es nicht wie bei Euch, dass die Sonne das ganze Jahr über scheint. Wenn es bei uns kalt ist, dann ist es wirklich kalt! Und nachdem ich die beheizte Kabine des AGRI TECH kennenlernen durfte, würde ich für nichts auf der Welt mehr darauf verzichten wollen!”